Zwischen Spiritualität und Alltag

Pia Schmitt • 9. Mai 2026

Wieso fällt es uns schwer, authentisch zu sein?

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich darüber geschrieben, wie deutlich uns das Leben manchmal Zeichen schickt, wenn etwas gesehen werden möchte. Bei mir ging es dabei um das Halschakra und darum, wie sehr ich immer wieder darauf hingewiesen wurde, genauer hinzuschauen.


Ehrlich gesagt dachte ich zuerst, dass es dabei vor allem um ein bestimmtes inneres Thema geht: nämlich darum, authentisch zu allen Seiten von mir zu stehen.

Ich arbeite sehr intuitiv, spirituell und schamanisch mit Tieren und ihren Menschen. Gleichzeitig – und ja! Jetzt „spreche“ ich es aus - mache ich Pole Dance, gehe hin und wieder gerne feiern und habe natürlich auch einfach ganz normale, menschliche Seiten in mir, die vielleicht nicht in das Bild passen, dass manche Menschen von einer Tierkommunikatorin oder generell von einer spirituell arbeitenden Person haben.

Und obwohl ich tief in mir weiß, dass das vollkommen in Ordnung ist, habe ich gemerkt, wie vorsichtig ich mit diesen Themen umgehe. Wie sehr ich darauf achte, was ich zeige und was nicht. Wie oft ich denke, dass bestimmte Dinge auf den ersten Blick „nicht zusammenpassen“ und dass andere mich vielleicht weniger ernst nehmen, wenn sie erfahren, dass ich eben nicht nur die ruhige, spirituelle Frau bin, die mit Tieren kommuniziert, sondern auch noch viele andere Facetten habe.


Vielleicht kennst du das Gefühl, sich selbst unbewusst in eine Rolle zu drücken, weil man glaubt, dass andere genau dieses Bild von einem erwarten. Aber wie kann ich anderen Menschen helfen, in ihrem ganz normalen Alltag zu ihrer Spiritualität zu finden, wenn ich mir selbst die Rolle auferlege, nur eine Rolle besetzen zu dürfen?


Ich dachte, genau darum würde es bei all diesen Zeichen gehen. Darum, mich authentischer zu zeigen. Darum zu zeigen, dass unser „Alltags-ICH“ wunderbar neben unserem spirituellen ICH Platz hat. Darum zu zeigen, dass die beiden sich sogar super ergänzen!


Aber inzwischen glaube ich, dass es eigentlich um etwas anderes geht. Oder zumindest um etwas, das noch tiefer liegt. Ich glaube, es geht um Mut.

Denn was bringt es, zu sagen „HEY. Ich gehe feiern, ich resette meine Seele beim Pole Dance UND ich bin trotzdem (oder gerade deswegen) total in meiner Spiritualität verbunden.“, wenn ich den Menschen dann nicht zeige, wie sie genau das auch leben können? Eine alltagstaugliche Spiritualität in der es nicht nur schwarz und weiß gibt.


Immer wieder kommt dieser Wunsch zu Kursen & Co. von euch. Und obwohl mich dieser Gedanke immer wieder berührt, habe ich ihn gleichzeitig auch immer wieder weggeschoben.

Nicht, weil ich nichts weitergeben möchte oder kann. Sondern weil da diese Angst ist.

Die Angst, dass es nicht gut ankommt. Die Angst, dass Menschen denken könnten, ich nehme mich zu wichtig. Die Angst, verurteilt zu werden. Und vielleicht auch die Angst, mit all dem, was ich wirklich bin und fühle, nicht angenommen zu werden.


In den letzten Monaten habe ich begonnen, kleine Schritte zu gehen. Angefangen mit einem Adventskalender, weiter zur 11-teiligen Meditationsbegleitung hin zu einem DIY Energie-CheckUP und nun einem Workbook zur intuitiven Wahrnehmung von Spiegelthemen.

Alles Dinge, die sich sehr stimmig angefühlt haben und die gleichzeitig trotzdem immer wieder diese leise Unsicherheit in mir ausgelöst haben.

...

Vor 10 Tagen ist dann mein "Bonus-Papa" (der Mann meiner Mama, der wie ein Vater für mich war) gestorben. Es ist, als würde er mich gerade von einer anderen Ebene daran erinnern, worum es eigentlich in all den Zeichen ging: Um etwas, das er mir bereits mein ganzes Leben vorgelebt hat. 

Mit 12 Jahren zum Beispiel, da wollte ich unbedingt einen Hund haben. Meine Mama sagte damals irgendwann, dass ich ihn nur bekommen würde, wenn ich ihn selbst bezahle. Was als Kind natürlich kaum möglich war. Mein Bonus-Papa machte daraufhin einen Deal mit mir: Ich durfte jede Woche Kuchen für ihn backen und er kaufte mir jeden einzelnen völlig überteuert ab. So habe ich mir damals tatsächlich meinen Hund zusammengespart. Man könnte sagen, ich habe mir meinen perfekten Hund gebacken: Den Hund, der mich in diese Selbständigkeit geführt hat.


Und heute merke ich, dass mir mein Bonus-Papa damit (und mit vielen anderen kleinen Gesten) etwas unglaublich Wichtiges beigebracht hat: Dass man für seine Wünsche losgehen darf. Ganz gleich, ob andere deinen Wunsch sehen oder verstehen können.


Als er später selbstständig war, durfte ich ihm helfen und Flyer seiner Firma verteilen. Und natürlich wusste er damals genauso wie jeder andere Mensch auch, dass manche Leute diese Flyer aus dem Briefkasten direkt in den Müll werfen würden. Aber das hat ihn nicht davon abgehalten, mit seinem Vorhaben einfach loszugehen. Sein Fokus lag nicht auf denen, die die Flyer wegwerfen...


Er selbst war das beste Beispiel dafür, sich weder zu verstecken noch sich penetrant in den Vordergrund zu drängen. Er wusste es, auf eine ganz ruhige und selbstverständliche Weise seinen Weg zu gehen. Er wusste einfach: Es muss nicht für jeden passen.


Und genau das beginnt gerade auch bei mir anzukommen.


Nicht jeder wird meine Themen verstehen. Nicht jeder wird etwas mit Tierkommunikation, energetischer Arbeit oder schamanischen Ansätzen anfangen können. Und nicht jeder wird verstehen, dass diese anderen, „nicht spirituellen“ Seiten genauso zu mir gehören wie die Tierkommunikation.

Aber vielleicht muss das auch gar nicht jeder verstehen.


Vielleicht geht es vielmehr darum, dass ich selbst endlich aufhöre, mich kleiner zu machen oder mich so zurechtzubiegen, dass es für alle möglichst stimmig wirkt.


Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass Mut bedeutet, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, die Angst mitzunehmen und trotzdem loszugehen. Sichtbar zu werden, obwohl man nicht weiß, wie es ankommt. Und sich selbst zu erlauben, ganz zu sein — ohne sich ständig erklären oder einordnen zu müssen.

Und vielleicht ist genau jetzt der Moment, an dem ich mutig genug werde, damit zu beginnen.

DANKE, an den besten Bonus-Papa, den ich hätte haben können.  

Seelenwege Tierkommunikation - Blick ein, in meine Welt

Hund, Halschakra, Chakra, Energie, Universem
von Pia Schmitt 5. April 2026
Keine Begegnung poltert zufällig in unser Leben. Ich bin davon überzeugt, dass alles, was uns begegnet ein fester Teil unseres Weges ist. Ob Botschaft, Warnung oder Unterstützung. Menschen oder Tiere: Niemand kreuzt unseren Weg grundlos. Dieser Gedanke ist manchmal schwer zu tragen. Meistens dann, wenn uns bewusst wird, dass auch Leid und Krankheit in anderen Lebewesen bestehen, um uns selbst an etwas zu erinnern. Um uns zu ermahnen oder uns einen ungeplanten Weg einschlagen zu lassen. Sofort schießen mir unzählige Beispiele von Menschen in den Kopf, die für mich Botschaft waren oder für die ich einen neuen Weg aufzeigen durfte. In diesem Beitrag konzentriere ich mich aber auf die Tiere, weil der Rüde Vayu, der seit einem halben Jahr bei uns lebt, mich auf eines meiner eigenen Themen gestoßen hat. Wie "er" das gemacht hat, möchte ich dir hier erzählen. Die Tiere, die den Weg in unser Leben finden, bringen viele verschiedene Facetten mit. Sie haben ihre eigenen Themen. Ja, sie sind Spiegel, aber sie sind auch eigenständige Seelen. Dass wir zueinander finden, ist trotzdem kein Zufall. Die Seele findet ihren Weg zu uns, weil wir genau die richtige Person sind, um an ihrer Seite zu sein. Um sie in ihren Themen zu stützen, zu halten und zu begleiten. In welcher Form auch immer. Ein ewiger Kreislauf hält uns zusammen. Letztendlich deuten die Themen, die unsere Tiere mitbringen auch immer auf unsere eigenen Themen hin. Unsere Reaktion und unser Umgang wiederum ist der Spiegel für unser Tier. Denn auch wir spiegeln unseren Tieren – nicht nur sie uns!
von Pia Schmitt 25. März 2026
Als ich vor einigen Tagen eine Erinnerung bei Facebook angezeigt bekommen habe schwelgte ich in der Erinnerung des ersten Jahres meiner Selbständigkeit. In dem Beitrag ging es um die Aufteilung der Tierarten, mit denen ich sprechen durfte. Den Großteil machten Hunde aus, gefolgt von Katzen und Pferden. Die Erinnerung veranlasste mich, einen Vergleich zu ziehen. Inzwischen schenkt ihr mir euer Vertrauen nicht nur in den Anliegen mit euren Tieren, sondern auch zu euren ganz eigenen Themen. Ich war selbst überrascht: Die Reisen mit und für Menschen machten im Jahr 2025 ganze 18 % meiner Arbeit aus. Würden wir nur die schamanischen Reisen (ohne Tierkommunikationen) betrachten, wäre der Anteil sogar nochmal entsprechend höher.
von Pia Schmitt 1. März 2026
Im vergangenen Jahr hatte ich keine Ziele oder Pläne. Im vierten Jahr „Seelenwege“ durfte kommen, was kommen sollte. Es durfte gehen, was gehen sollte. Kein Jahr hat sich so intuitiv und leicht angefühlt, wie das Letzte. Mein Vertrauen in Intuition und Fügung durfte auf ein Niveau wachsen, welches ich nicht für möglich gehalten hätte.
Welpe
von Pia Schmitt 9. Juni 2025
Eine tolle Antwort, die ich gerne auch auf viele andere Fragen geben würde: Alles ist möglich. Telepathisch können alle fünf klassischen Sinne übermittelt werden. Wir können sehen, hören, riechen, schmecken und auch tasten. Gehen wir die Sinne mal einzeln durch und schauen, wie sie uns in der Tierkommunikation dienen.
von Pia Schmitt 1. März 2025
Als ich im vergangenen Jahr beschloss, neben der schamanischen Heilarbeit für Tiere auch die Arbeit mit euch Menschen anzubieten (die Ausbildung hatte ich damals direkt für Tier UND Mensch gemacht), hätte ich nicht gedacht, wie gut dieses Angebot bei euch ankommt. Es ist, als wäre es erst gestern gewesen und doch springen meine Gedanken sofort zu den vielen Gesprächen und schamanischen Reisen mit euch. Vor wenigen Tagen schrieb eine Kundin mir, da sie mitten in den Urlaubsvorbereitungen steckt und keine Zeit für ein Telefonat hatte: „…auch, wenn mir nicht so ganz klar ist, wie oder was genau dahintersteckt, habe ich doch so viel Vertrauen zu dir, dass es gut sein wird. Also fang gerne schon an.“ Ein größeres Kompliment könnte ich nicht erhalten. 🥰
von Pia Schmitt 15. Februar 2025
Ein Gespräch mit dem eigenen Tier gehört meiner Meinung nach zur Königsdisziplin der Tierkommunikation. Sein Tier einfach fragen zu können, was man möchte: Eine traumhafte Vorstellung! Und daher nicht verwunderlich, dass es ein wiederkehrendes Thema in meinen Gesprächen mit Kunden, Bekannten und Freunden ist. Bei einer Abstimmung auf meinen Social-Media-Kanälen habt ihr entschieden, in meinem neuen Blogbeitrag mehr über dieses Thema erfahren zu wollen. Ich beginne mit einer vermutlich enttäuschenden Nachricht: Nach diesem Blogbeitrag wirst du kein Tiergespräch führen können. Aber kein Grund hier direkt abzuschalten – denn ich hoffe, du wirst trotzdem etwas für dich und dein Tier aus diesem Beitrag mitnehmen können. Wieso aber Königsdisziplin? Die Tierkommunikation beruht auf Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und da haben wir eigentlich auch schon die Antwort. Denn umso stärker wir in ein Thema involviert sind, umso stärker wir emotional damit verbunden sind, desto stärker beginnen wir an unserm Bauchgefühl zu zweifeln. Doch genau das ist die telepathische Verbindung. Eine starke, tiefe Wahrnehmung unseres Bauchgefühls. Ich habe mir etwas Zeit mit diesem Beitrag gelassen, da meine Gedanken hin und hergerissen waren, in welche Richtung der Beitrag laufen soll: Die Öffnung unserer „Kanäle“ und den Aufbau einer telepathischen Verbindung oder das bewusste Wahrnehmen der Verbindung zu dem eigenen Tier. Da Ersteres besser mit fremden Tieren geübt werden kann, habe ich mich für Zweiteres entschieden. Es war schließlich euer Wunsch, mehr über die Verbindung mit dem eigenen Tier zu erfahren. Die Entscheidung fiel mir recht schwer, da das eine in das andere übergeht. Schauen wir also mal, was am Ende dabei rauskommt. 😊
Symbiose krankmachender Energien
von Pia Schmitt 12. September 2024
Im Schamanismus gibt es keinen Unterschied zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen. Heilung kann nur dann geschehen, wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind. Körperliche Krankheiten werden als eine Art "Lösungsversuch" des Körpers verstanden, um auf Disharmonien im energetischen Gleichgewicht hinzuweisen. Gerade, wenn wir die mentalen Zeichen – unser Bauchgefühl / unsere Intuition – nicht wahrgenommen haben. Aus schamanischer Sicht sollen Krankheiten also Wegweiser und Lehrer sein, welche versuchen, uns auf unseren Weg (zurück) zu führen.
Bardo
von Pia Schmitt 2. Juni 2024
Ich teile meine Gedanken zu den Wochen nach dem physischen Ableben: Unser Tier ist verstorben und wir betrauern den Verlust unseres Wegbegleiters. Was aber macht die Seele unseres Haustieres währenddessen?
Jubiläum
von Pia Schmitt 1. März 2024
Hier geht es um eine Erkenntnis, welche ich im vergangenen Jahr gewonnen habe und darum, wie sich diese auf die Zukunft auswirkt. Auf meine Zukunft. Und vielleicht auch auf Deine. Diese Erkenntnis wurde mir immer wieder – bei KundInnen, im Freundes- und Bekanntenkreis und letztendlichen auch bei mir selbst – vor Augen geführt, bis ich sie nicht mehr ignorieren konnte.
Übergang
von Pia Schmitt 5. Februar 2024
Der heilige Garten ist in der schamanischen Welt ein Ort, an dem wir uns auf das Sterben vorbereiten können. Es ist der Ort, an dem letztendlich der Übergang unserer Seelen in die obere Welt – „über die Regenbogenbrücke“, im alltäglichen Sprachgebraucht – stattfindet.
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